Kooperationspartner

Die Klinik für Neurochirurgie am Bundeswehrkrankenhaus Westerstede arbeitet eng mit der Klinik für Neurologie der Ammerland-Klinik (Chefarzt: Dr. Besselmann) zusammen:

  • Die Neurochirurgie übernimmt die konsiliarische Mitbehandlung oder die Übernahme der chirurgischen Behandlung von Patienten der Stroke-Unit der Ammerland-Klinik (zertifiziert nach dem Standard der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft)
  • Assistenzärzte der Neurochirurgie können im Rahmen der Facharztausbildung für bis zu 6 Monate an die Neurologie abgestellt werden unter anderem zur Ausbildung in der Durchführung und Auswertung elektrophysiologischer Untersuchungen sowie sonographischer Untersuchungen und Doppler-/Duplex-Untersuchungen der extra- und intrakraniellen hirnversorgenden Gefäße

Allgemein findet ein reger Austausch zwischen beiden Kliniken zum Nutzen der anvertrauten Patienten statt. Übernahmen der Behandlung zur Diagnostik und konservativen Therapie (Neurologie) oder chirurgischen Behandlung (Neurochirurgie) finden auf "kurzen Wegen" und stets nach umfassender Information und im Einvernehmen mit den Patienten statt. Beide Krankenhäuser (Ammerland-Klinik und Bundeswehrkrankenhaus) nutzen die gleiche Infrastruktur mit kurzen Wegen.

Ein überregionaler Kooperationspartner unserer Neurochirurgie ist die Klinik für Neurochirurgie am Klinikum Bremen-Mitte (Chefarzt: Prof. Dr. Reinges) in Bremen:

  • Assistenzärztinnen und -ärzte unserer Klinik in der Weiterbildung Neurochirurgie absolvieren regelhaft ein Jahr ihrer Facharztausbildung in der Neurochirurgie am Klinikum Bremen-Mitte. Einerseits hat diese deutlich größere Klinik die volle Weiterbildungsermächtigung und zum anderen besteht hier die Möglichkeit, neurochirurgische Erkrankungen und deren Behandlungen in einem größeren Maßstab vor allem hinsichtlich der Fallzahlen, aber auch des Spektrums, kennenzulernen.

Ein weiterer überregionaler Kooperationspartner unserer Neurochirurgie ist an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) die dortige Neuropathologie (Abteilungsleiter: Prof. Dr. Hartmann):

  • Wie lassen in der Neuropathologie integrierte neuropathologischen Begutachtungen von Gewebeproben aus Tumoren durchführen. Über die mikroskopischen Untersuchungen dieser Proben hinaus wird hier immer auch eine immunhistochemische und molekularbiologische Diagnostik durchgeführt, um eine genaue Charakterisierung der Tumore zu erhalten. Dieses ermöglicht eine Einordnung der Tumore nach der revidierten Fassung der vierten WHO Klassifikation der Hirntumore aus 2016. Dies dient insbesondere auch dem Interesse einer optimalen und individuellen Weiterbehandlung der Patienten.

Die Tumorkonferenz am Klinikzentrum Westerstede:

Das Klinikzentrum Westerstede verfügt über ein Tumorboard mit wöchentlich regelmäßig stattfinden Tumorkonferenzen, an denen auch die Neurochirurgie teilnimmt. Neben den entsprechenden Kliniken der beiden Krankenhäuser (Bundeswehrkrankenhaus und Ammerland-Klinik) nehmen hieran unter anderem auch das Institut für Pathologie Aurich und Ammerland, das Zentrum für Strahlentherapie und Radioonkologie sowie die Gemeinschaftspraxis für Hämatologie und Onkologie mit den Standorten Westerstede, Aurich und Rhauderfehn teil. Auch für unsere neuroonkologischen Patienten mit hirneigenen Tumoren oder Hirnmetastasen sowie solchen an der Wirbelsäule besteht eine umfassende (neuro-)onkologische Betreuung im stationären wie im ambulanten Bereich. Schon zum Zeitpunkt der Entlassung sind notwendige ambulante Nachbehandlungen wie Bestrahlungen und/oder Chemotherapien festgelegt und meistens auch schon fest terminiert. Die integrierten neuropathologischen Untersuchungen werden in der Neuropathologie der Medizinischen Hochschule Hannover durchgeführt. Spezielle Blut- und Nervenwasseruntersuchungen werden in der Laborarztpraxis Osnabrück oder in einem der Institute des Sanitätsdienstes der Bundeswehr in Kiel, Koblenz oder München durchgeführt.